Montag, 2. September 2013

Converter von Jack - Das Artefakt - Teil 8

Die Übersicht der bisherigen erschienen Kapitel findest du >hier<.



Teil 2: Das Artefakt

Vor langer Zeit, als noch alle Stämme der Chetessen über die Erde Wandelten, da fand ein junger Wandler in den Ruinen eines noch älteren Volkes den Freheli, einen Ring, der Seine Macht so sehr verstärkte, das es niemand wagte, ihn anzugreifen. Er war der erste Converter und befahl den anderen Wandlern die Chetessen anzugreifen, sie zu besiegen und von der Erde zu Tilgen. Damals lebten zwei Brüder, Sléf und Noéts. Sie waren Mitglieder des Nésoé Myts, dem Schmiedestamm. Sie hörten von der Macht des Ringes. Sléf, der Stärkere der Beiden scharte die besten Chetessenkrieger um sich und griff den Converter an, doch er war zu Mächtig und tötete Sléf. Noéts hörte dies vom einzigen überlebenden und schmiedete eine Goldene Kugel, die die Macht des Ringes brechen konnte. Doch bevor Noéts sie einsetzen konnte wurde Tyts von Wandlern überfallen, welche die Kugel stahlen und sie ins Lyt sé daté warf, dem Todestal. Damit begann die Blütezeit der Wandler und die Chetessen wurden zurückgedrängt...

11. Kapitel
Florence lag auf ihrem Bett, die Knie angezogen. Sie weinte und wusste nicht wieso. Seit einem Jahr lebten sie und Hank in dieser kleinen Wohnung in London. Sie hatten keine Chance gehabt, einen weg nach Tyts zu finden. England war groß. Also waren sie hier geblieben und hatten gewartet. Worauf, wusste keiner der Beiden. Es gab nichts zu sagen und nichts zu tun. Florence hatte ihre Hoffnung aufgegeben. Ein Schlüssel drehte sich m Schloss der grauen, schlecht möblierten Wohnung. Hank war zurück. Er kam auf sie zu. In diesem einen Jahr war Hank ein richtiger Mann geworden, denn er hatte Hart gearbeitet um Geld zu verdienen denn Florence hatte es nicht für Nötig befunden. „Wir sterben sowieso alle.“ Hatte sie ihm gesagt. Hank setzte sich auf den Stuhl und kräuselte seinen Bart mit der Linken Hand, während er mit der rechten die Einnahmen des Vortags zusammenklaubte. „Ich hole etwas zu essen“, sagte er mit seiner tieferen Stimme. Er wollte gerade das Haus verlassen, als Florence ihn etwas fragte: „Wo warst du eben?“. Hank drehte sich nicht um, der Wind blies seinen Mantel zur Seite. Florence wusste wo er gewesen war, aber sie wollte sicher sein. „Wie kannst du noch da hin gehen?“, fragte sie. „Ändert die Tatsache, dass es Chetessen und Wandler gibt, etwas daran?“
„Nein, aber die Tatsache das er uns in unserer dunkelsten Stunde alleine lässt.“
„Tut er das?“
„Ja, natürlich.“ Sie zog die Stirn in Falten.
„Ich habe etwas herausgefunden“, platzte es aus Hank heraus. Florence hob interessiert den Kopf. „Ich habe Andrew ausfindig gemacht. Er ist hier. In London.“

Florence spannte den Schirm auf und lief hinter Hank her. Die Menschenmassen umspülten sie und drängten sie hin und her. Die Ladenbesitzer priesen ihre waren an, die Taschendiebe wurden von der Polizei verfolgt in einer Gasse wurde ein Mann zusammengeschlagen. London war ein Brutaler und schlimmer Ort und hier draußen fühlte sie sich überhaupt nicht sicher. Einmal glaubte sie, Hank verloren zu haben, doch dann hatte sie sein Gesicht gesehen und drängte sich nach vorn. Hank erfasste ihre Hand um sie nicht erneut zu verlieren und die beiden drängelten sich weiter. Dann bogen sie in eine schmale Gasse ein. Hank blieb stehen, sah sich um und blickte dann Florence an. „Er ist nicht hier.“, Stellte Florence fest. „Nein. Und er war auch nie in London.“
„Du hast mich angelogen.“
„Ja, du musstest mal aus dem Haus, du jammerst vor dich hin, anstatt das Beste aus deinem Leben zu machen.“
„Die Welt geht unter!“
„Du unternimmst auch nichts dagegen.“, unterbrach sie Hank. Florence wandte das Gesicht ab. „Ich habe aber wirklich etwas herausgefunden. Jemand hat von seltsamen Vorkommnissen in Sussex berichtet. Augenzeugen berichteten von Menschen, die gegeneinander kämpften.“, berichtete er. Florence sah ihn weiterhin nicht an. „Und?“, fragte sie. „Es habe plötzlich einen Wetterumschlag gegeben und es Wurde mit Feuer geworfen und einige sollen sogar Felsen, so groß wie Pferde getragen haben. Und einige haben ihre gestalt verändert.“ Ein Lächeln glitt über Florence’ Gesicht.

Hank bezahlte den Kutscher, als Florence gerade einstieg. Nur wenig später befanden sich die Beiden außerhalb von London. „Wonach suchen wir, wenn wir n Sussex sind?“ fragte Hank. „Nach spuren. Erklärte Florence. Es wird einige geben. Leichen zum Beispiel. Der Wagen rumpelte und Hank verschluckte sich. Er musste husten und Florence lachte. Hank fand das nicht so lustig. Als Florence aus dem Fenster blickte, traf sie ein Schwall Wasser. Mit tropfenden Haaren blickte sie Hank an. Der schüttelte sich vor Lachen. „Mir gefällt dein Humor nicht.“ Machte Florence klar. Hank kicherte: „Ich eigentlich auch nicht.“
Der Kutscher hielt, und die beiden stiegen aus. Sussex breitete sich vor ihnen aus. Eine ländliche Gegend mit niedrigen Hügelketten und schmalen Flüssen. Im Süden die Küste. Die beiden nahmen einen kleinen Feldweg und erreichten kurz darauf einige kleine Häuser. „Mir wurde gesagt, der Kampf hat in Brighton stattgefunden. Das ist nicht weit von hier. Komm wir fragen die Bewohner hier nach dem Weg.“, schlug Hank vor.
Nach langem Wandern und umherirren taten Florence die Füße weh. Sie war durstig, also kniete sie sich an den nächsten Fluss und wusch sich das Gesicht und trank von dem Kühlen Nass. „Nicht weit von hier, hm?“, jammerte sie. „Auf der Karte sah es aus wie ein Steinwurf.“, entgegnete Hank.
„Du weißt schon, dass die Karte mit Maßstab arbeitet?“, fragte sie ihn sarkastisch.

Kapitel 12
Endlich erreichten Hank und Florence Brighton und sie befragten die Anwohner nach seltsamen Vorfällen, aber keiner konnte ihnen mehr sagen, als sie bereits wussten. Darum untersuchten sie das Tal, in dem sich der Kampf abgespielt hatte. Der Boden war zertreten, an einigen stellen waren Brandspuren zu erkennen und trockenes, braunes Blut hing an einigen Grashalmen. Es sah wirklich aus wie auf dem Schlachtfeld. Florence rutschte den Hang hinunter und kniete sich auf den Boden. Es war unbequem, denn sie trug ein kleid, und es verfing sich in Ästen und Gestrüpp. Die Erde war feucht, obwohl es in den letzten Tagen nicht geregnet hatte. Sie suchte nach Fußspuren, fand einige, doch sie verliefen sich nach einer Weile. Hank kam zu ihr herüber. „Da ist nichts, was uns weiterhilft.“, erklärte er. Florence wollte noch nicht Aufgeben. Sie riss sich aus seiner Umarmung und begann, laut zu denken. „Die einen kommen aus Östlicher Richtung. Die anderen aus dem Süden. Nach der Konfrontation, verlassen nur... 4 Menschen den Schauplatz. Es wahren vermutlich Rédniz, Tzolbtilb und vielleicht auch Rétsulf Myts beteiligt.“ Vielleicht auch Andrew, ergänzte sie im Stillen. Es gefiel ihr nicht, dass so wenige überlebt haben. „Die überlebenden sind nur von einer Partei. Nur welcher?“, fragte sie sich. „Die Wandler haben gesiegt.“, antwortete Hank plötzlich. Er stand auf einem Hügel und blickte in die Ferne. „Woher weißt du das?“ fragte Florence. „Gefühl.“, antwortete er knapp. „Gefühl?“ fragte Florence. „Nun, ja, nicht ganz. Siehst du es denn nicht?“ fragte er. „Was?“, entgegnete Florence. „Siehst du die verbrannte stelle? En Blitzeinschlag. In der Asche liegt ein weißer stück Knochen, der Form nach der Wirbelknochen einer Raubkatze. Ein Gestaltwandler also. Die spuren des Panthers kommen von Süden, die Spuren der Überlebenden nach norden. Könnte ein Indiz sein, dafür, dass die Wandler gesiegt haben, aber sie können auch einfach die Richtung gewechselt haben. Haben sie aber nicht. Das sieht man daran, dass sich die Steine in einer Reihe von Süden nach Norden anordnen, ebenso die Blitze, aber das meiste Blut ist im Osten. Die Leichen wurden bereits weggebracht, aber einen verbrannten Menschen zu beseitigen ist schwierig, insbesondere, wenn seine Brandspuren zu dem Bach laufen und er dann nach Norden gegangen ist, und dann auf eine Gruppe anderer Fußspuren trifft, die man an den umgeknickten Gräsern erkennen kann, aber keine Spur von solcher Spuren im Osten oder Westen. Fazit: 7 tote Chetessen, 5 Tote Wandler, 4 überlebende, deren Weg im Norden liegt, und was befindet sich dort?“ beendete Hank seinen Denkfluss. „London!“ entfuhr es Florence.
Die beiden rannten zurück zu ihrer Kutsche. In der Ferne sahen sie, wie er mit einem groß gewachsenen älteren Mann sprach und wie er dem Kutscher einige Münzen in die Hand drückte. Dann setzte sich der Kutscher in den Bock und der alte Mann stieg ein. Dann setzte sich die Kutsche rumpelnd in Bewegung. Hank fluchte und trat ein Grasbüschel durch die Luft. Florence stützte ihre Hände auf die Oberschenkel und atmete tief ein und aus. „Wir... können doch zurück schwimmen, so wie damals.“ Brachte sie keuchend zustande. Hank schüttelte den Kopf. „Siehst du hier einen Größeren Fluss?“ Florence sah sich um. Tatsächlich gab es nur einige kleinere Bäche, die ihr nicht einmal bis zum Knöchel reichen würden. Sie konnte Hank nur zustimmen. Sie bewunderte ihn für seine Intelligenz. Zwar war sie nicht die Dümmste, aber mit Hank konnte sie nicht mithalten. Und gut aussehend war er auch. Aber da war Florence ihm eindeutig überlegen. „Also, was tun wir? Warten bis eine neue Kutsche kommt?“ fragte sie Hank. „Wir schaffen es sowieso nie. Es ist zu spät, der Kampf war vor 2 Tagen, inzwischen sind sie ohnehin in London.“, antwortete Hank.
„Du willst aufgeben?“, fragte ihn Florence.
„Ich weiß nicht, was sie vor haben, aber sie waren bestimmt schon in London, als wir fort waren. Sie hielten sich bedeckt. Sie haben...“, er stockte. Dann hellte sich seine Miene auf. Und dann wurde sein Blick düster. „Sie suchen nach einer bestimmten Zielperson. Sie kommen nach London, bleiben aber da, ohne etwas zu tun. Sie haben also jemanden beschattet. Und ich habe zwei Vermutungen...“, Florence dachte angestrengt nach. „Vielleicht jemand mit viel Energie? Der Converter will bestimmt einen letzten großen schlag vollführen.“, schlussfolgerte sie. Hank schüttelte den Kopf. „Dann würde er niemanden beschatten. Dann würde er mit seiner Armee London zerstören. Ich bin mir sicher, er könnte das. Dann hätte er genug Energie, um Tyts anzugreifen. Er hat Leute ausspioniert, die für den Moment keine Gefährdung darstellen, aber hohes gefahrpotenzial haben...“, erklärte er. „Und diese Personen sind wir.“
Florence rutschte das Herz in die Hose. „Aber...“, stammelte sie, „Wenn sie uns beschattet haben, dann wissen sie...“ in diesem Moment Rauschte es und der erdige Boden neben ihr stieg plötzlich an. Er wuchs ihren Körper herauf und hielt Arme und Beine fest. Sie stieß einen Kurzen schrei aus. Dann konzentrierte sie sich und hob das Wasser in ihrer Umgebung herauf und formte einen Grossen Wasserball. Sie formte in Gedanken eine Platte und bildete einen Schutzschild. Drei Männer und eine Frau kamen auf sie zu. Der eine hatte seine hand ausgestreckt und wies damit in ihre Richtung. Anscheinend war er für ihre missliche Lage verantwortlich. Hank neben ihr war nicht gefesselt und hatte ebenfalls einen Schild gespannt. Florence hatte plötzlich viele Fragen. Sie versuchte sich daran zu erinnern was Andrew ihr über Wandler gesagt hatte:
Es gibt 3 Wandlersorten. Als erstes wären die Elementwandler, auch Re genannt. Sie können die Elemente beeinflussen. Aber sie können nur ändern, was es bereits gibt, sie können nichts Neues entstehen lassen. Das heißt, wenn kein Wind weht, können sie keinen Sturm entstehen lassen. Aber wenn Wind weht, egal wie sanft die Brise auch ist, dann kann daraus ein Tornado werden.“, Also war sie von einem Re an der Erde gefesselt worden. Aber Erde steigt doch nicht an, oder? Wie hatte er es dann gemacht? „Aber es gibt eine Ausnahme. Sie können Dinge, die einst in Bewegung waren und dann stillstanden in ihren alten Zustand zurückversetzen und dann wieder erstarren lassen.“, Klar, der Nasse Boden. Er hat Das Wasser wieder in den Himmel steigen lassen, von dem es, als Regen, heruntergekommen war, und hatte es dann wieder erstarren lassen. Die Erde war dabei mit nach oben gezogen worden.
Aber wer waren die Anderen Wandler?
Die zweiten Wandler sind die Körperwandler. Sie können einen Festkörper jederzeit verändern. Das Problem ist, das sie das nur mit Dingen tun können, die sich gar nicht Bewegen, also ganz still stehen, ein Körperwandler kann nur ein einziges Element des Periodensystems bewegen und es muss in festem Zustand sein... Typisch für Körperwandler, die auch zik genannt werden, ist dass sie immer eine Waffe mit ihrem Element dabei haben. Das können sie in jede Form wandeln, pass also auf, dass sie dir nicht zu nah kommen.“ 
Zwei der beiden trugen Waffen, ein Mann hatte ein silbernes Messer und die blonde Frau einen Goldenen Morgenstern. Aber der 3. Mann hatte keine Waffe. Dann musst du ein Gestaltaltwandler sein, ein Dschat. Sie waren besonders gefürchtet. Der Dschat spreizte die Finger und krümmte sie leicht nach unten. Er schlug die Fingerspitzen aneinander und plötzlich veränderte er sich.

Zuerst wurden die Ohren immer spitzer und dann sein Gesicht immer länger und länger. Die Arme wurden breiter und die Beine schlanker. Dann bogen sich die Hände nach Oben und die Kleidung wurde gelblich. Schwarze Tupfer zeichneten sich darauf ab. Dann wuchs im ein Schwanz. Langsam wurde der Vorderkörper länger und die Kleidung wich ganz dem gelben Fell. Der Rumpf senkte sich zu Boden. Der Leopard bleckte die Zähne und Jagte mit langen Sätzen auf Florence zu. Die Erde um sie wurde zusammengedrückt. Alle Luft wurde aus ihr gepresst und der Schutzschild aus Wasser den sie sich errichtet hatte fing an den Rändern an zu Tropfen. Hank neben ihr machte eine Ruckartige Bewegung. Er schleuderte den Schutzschild von sich weg. Er wirbelte kurz durch die Luft und traf dann mit der Flachen wirbelnden Kante auf den Magen des Re. Dieser flog mit einem Stöhnen nach hinten. Der Boden um Florence fiel in sich zusammen. In diesem Moment sprang der Jaguar auf sie zu. Glücklicherweise konnte sie den Wasserschild stabilisieren und der Dschat prallte ab. Er wirbelte mit einem Fauchen durch die Luft und blieb dort liegen. zehn Tiefe Kratzer im Wasserschild prangten an der Stelle, an der der Jaguar getroffen Hatte. Plötzlich stand die Zik Frau vor Florence und sie lies den Goldenen Morgenstern auf den Kratzer hinunterfahren. Aber bevor die stachelige Kugel den Schild erreichte, verwandelte sie sich. Das Gold zersprang in tausende kleine runde Scheiben und setzte sich neu zusammen. Dabei summte es leisen und wurde zu einem schlanken Messer. Es glitt durch die Kratzer des Jaguars hindurch und schnitt in Florence arm. Sie schrie kurz auf. Dann fiel ihr Schutzschild in sich zusammen.


Fortsetzung jeden Donnerstag und Sonntag!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wir und auch unsere Autoren würden uns sehr über eure Meinung freuen :)